Einfache DIY Synthesizerin: Atari Punk Console

Den Menschen, die sich schon länger für DIY-Audioelektronik interessieren, wird sie schon lange bekannt sein. Den Menschen, die gerade erst damit anfangen, sei sie als tolles Einsteiger_innenprojekt empfohlen: Die Atari Punk Console (kurz: APC). Sie ist leicht und günstig nachzubauen, macht Spaß, ist leicht erweiter- und modifizierbar und es gibt viele viele Infos darüber im Internet, sodass ihr beim Nachbau nicht alleine seid.

Das MakeMagazine hat ein neues Video hochgeladen, in dem die APC und ihr Nachbau vorgestellt wird:

http://blog.makezine.com/archive/2011/09/collins-lab-atari-punk-console.html

Nochmal grob auf Deutsch erklärt:
Die kleine Synthesizerin basiert auf einem ganz ähnlichen Synth namens Stepped Tone Generator, der etwas modifiziert und mit dem Label Atari Punk Console bepappt wurde. Die Schaltung basiert auf zwei ICs mit dem putzigen Namen NE555. Etwas simpler ist der Nachbau mit dem IC NE556, der zwei NE555 in einem Gehäuse kombiniert. Dazu ein paar Widerstände, Kondensatoren, zwei Potis und eine 9V-Batterie.

Die Schaltung mit NE556 sieht dann so aus:
Atari Punk Console mit NE556

In Techsprech lesen sich Infos zu den ICs so: http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0206115.htm

Nix kapiert? Macht nix – wichtiger ist beim Nachbau, dass alles richtig gemacht wird und grob verstanden wird, wie die Schaltung funktioniert. Wir können uns also darauf beschränken, das Teil einfach nachzubauen und die Theorie weitgehend beiseite zu lassen.

Dennoch ein paar Tipps:
Das Basteln mit ICs kann ganz schön frickelig sein. Besonders das Löten empfinde ich immer wieder als nervig, weil die Pins so eng aneinander sind. Ihr könnt deshalb aus einer Lochrasterplatine ein Stück raussägen und da einen IC-Sockel dranlöten. Anschließend braucht ihr nur den IC draufsetzen und könnt ihn jederzeit austauschen. Das hat auch den Vorteil, dass der IC beim Löten nicht durch die Hitze zerstört werden kann.
Eine Alternative ist der Nachbau auf einem Breadboard.
Ihr könnt bei der Atari Punk Console wunderbar mit verschiedenen Widerständen und so experimentieren, um die Frequenzen (-> Tonhöhe) zu verändern, oder die Schaltung mit anderen Teilen und Schaltungen kombinieren. Auch da bietet das Breadbord Vorteile, weil ihr nicht alles aus- und wieder einlöten müsst.

Weitere Links zur ACP:
Nachbau dokumentiert mit Infos und Links drumherum (Deutsch)
Schaltplan und Aufbauschema der ACP mit NE556 (Englisch)
Schaltplan mit zwei NE555 (Englisch)

Wenn ihr Fragen zum Nachbau, zu den Teilen und zur Schaltung habt, eure nachgebaute APC vorstellen wollt oder andere Links und Vorschläge – nutzt die Kommentarfunktion :)

Viel Spaß beim Basteln und Musikmachen!
J.


4 Antworten auf „Einfache DIY Synthesizerin: Atari Punk Console“


  1. 1 Finn 18. September 2011 um 18:08 Uhr

    Danke – eine super-schöne Anregung für Bastelabende im Hackerspace :)
    Ob ich aber das beim Musizieren mit der Mimik so toll hinbekomme wie der freundliche junge Herr im Video … mal sehen!

  2. 2 Administrator 20. September 2011 um 9:52 Uhr

    @Finn: Oh, du bist im Hackerspace? Ich wollte da immer mal hin, trau mich aber nicht so wirklich, weil ich nicht sooo der Technik-Crack bin. Viel mehr als ne APC hab ich bisher selbst nicht gebastelt. Außerdem ist Montag abends immer doof ;)

    Grüße,
    J

  3. 3 Finn 20. September 2011 um 15:56 Uhr

    … ach ja, wenn Du magst, mail mich doch mal an wegen Hackerspace, dann können wir auch gerne zusammen hingehen, wenn Dir das lieber wäre. Würde mich freuen, wenn mehr Musik in den Space einzieht (wäre so mein Schwerpunkt auch …)!

  1. 1 Technikangst und wie sie überwunden werden könnte « feminism. rocks. Pingback am 26. Januar 2012 um 2:20 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.